Traditionell am Tag nach der Hauptversammlung findet am Samstag die Jugendversammlung der Jugendfeuerwehr Baiersbronn statt. Zahlreich waren die Jugendlichen der Einladung ins Kurhaus nach Huzenbach gefolgt.
Jugendfeuerwehrwart Thomas Frietsch begrüßte in den Reihen der Versammlung Bürgermeister Michael Ruf, Kreisbrandmeister Frank Jahraus und Kommandant Martin Frey. Ebenfalls der Einladung gefolgt war Ortsvorsteher Eckhardt Wahr aus Huzenbach. Auch die Führungskräfte aus allen acht Abteilungen waren zur Versammlung gekommen.
Zu Beginn seines Jahresberichts verwies Frietsch auf die stolze Zahl von 72 Jugendlichen, die in den acht Jugendgruppen aktiv sind, darunter neun Mädchen. Im Laufe des Jahres 2024 wechselten vier Jugendliche von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung – das Ziel, das alle Mitglieder der Nachwuchsorganisation wohl verfolgen.
Damit eine Jugendarbeit gelingen kann, ist eine Personengruppe besonders wichtig: die Jugendgruppenleiter und Jugendbetreuer. 27 davon gibt es in der Feuerwehr Baiersbronn. Diese führen nicht nur die Übungsdienste durch, sondern bereiten sie vor, nehmen an Sitzungen teil und übernehmen Erziehungsaufgaben während mehrtägiger Veranstaltungen. Insgesamt wurden 178 Jugenddienste durchgeführt. Jeder Jugendbetreuer leistete stolze 76 Stunden für die Nachwuchsarbeit, zusätzlich zum alltäglichen Feuerwehrdienst in der Gemeinde.
Der Jugendwart hatte auch in diesem Jahr wieder eine kurze Diashow über die Aktivitäten vorbereitet. Highlights waren unter anderem das Zeltlager mit Verbundübung in Obertal, der Aktionstag in Tripsdrill sowie die Abnahme der Leistungsspange der Stufe 2.
Bürgermeister Michael Ruf dankte in seinen einleitenden Worten den Jugendlichen für ihr Engagement bei der Feuerwehr. Er selbst kommt jedes Jahr gerne zur Hauptversammlung und zu den Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr und freut sich, mit welchem Eifer der Nachwuchs dabei ist. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Betreuerinnen und Betreuern für die zusätzliche Arbeit, die sie in die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr stecken. Er schlug der Versammlung vor, die Jugendleitung zu entlasten. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Durch den Weggang von Kevin Veitinger im letzten Jahr war das Amt des stellvertretenden Jugendfeuerwehrwarts vakant. Leider fand sich auch bei der anschließenden Wahl kein Bewerber für diese Stelle, sodass das Amt weiterhin unbesetzt bleibt.
Was steht 2025 an? Bei der Ausschau stellte Thomas Frietsch das Kreisjugendzeltlager in Empfingen sowie die Abnahme der Leistungsspange in Freudenstadt in Aussicht. Zudem wird es am letzten Wochenende der Sommerferien wieder eine gemeinsame Übung aller Jugendgruppen der Jugendfeuerwehr Baiersbronn in Huzenbach geben.
Zum Abschluss der Versammlung überbrachte Kreisbrandmeister Frank Jahraus seine Grußworte. Er bescheinigte der Jugendfeuerwehr Baiersbronn gute Nachwuchsarbeit. Um das zu unterstreichen, führte er ein kurzweiliges Interview durch. Befragt hat er zwei Jugendliche, warum sie in die Jugendfeuerwehr gegangen sind und was ihnen am meisten Spaß macht. Die Antwort beider: „Alles!“. Befragt wurde auch das Vater-Sohn-Duo Benjamin und Moritz Teufel, Huzenbachs Ortsvorsteher Eckhardt Wahr und der langjährige Abteilungskommandant Timo Wahr über den Stellenwert der Jugendfeuerwehr. Zum Weltfrauentag erklärte Katja Wurster, Jugendgruppenleiterin aus Tonbach, warum Frauen in der Feuerwehr so wichtig sind: „Wir können eben mehr als eine Sache gleichzeitig“. Zum Schluss erklärte Kreisschiedsrichter und Abteilungskommandant aus Schönmünzach Marko Kottler, warum die Teilnahme an Wettbewerben in der Feuerwehr wichtig für die Kameradschaft und das Kennenlernen der Technik ist.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Jugendfeuerwehrwart Thomas Frietsch bei allen, die trotz herrlichem Sonnenschein zur Versammlung gekommen sind.